Nachdem die Temperaturen jetzt wirklich kalt sind, bleibt mir natürlich nichts anderes übrig als mit entsprechender Kleidung gegenzusteuern. Wie immer ist der erste Anlaufpunkt dafür die Hunan Lu. Und wie sollte es auch anders sein, ich bin mal wieder fündig geworden. Während diese Zeilen geschrieben werden, wärmt mich ein sehr schön gefälscheter Tommy Hilfiger Pulli für umgerechnet 16 Euro. Qualität scheint ordentlich zu sein, sicher sagen kann man das hier aber erst nach der ersten Wäsche.
Zur Sicherheit habe ich mir direkt noch einen Pullover, sowie Handschuhe und eine Mütze zugelegt. Mit 40 Euro an Gesamtausgaben kann man sich da als Europäer nicht beklagen. Besonders Dinge wie die Handschuhe für 2 Euro brauchen ja wirklich nicht länger halten als die restlichen 3 Monate.
Auf meiner Einkaufsliste verbleiben damit noch ein Schal und eine dicke Jogginghose für zu Hause, aber auch das sollte ich beim nächsten Besuch des Fuzi Tempels finden können.
Heute abend geht es wieder zum Deutschen Stammtisch, dessen ersten Besuch in der letzten Woche ich fahrlässigerweise unterschlagen habe. Da dieser in einem deutschen Restaurant stattfindet, darf ich mich wieder auf ein gutes Schnitzel freuen. So sehr ich mich auch schon an chinesische Nahrung gewöhnt habe, so sehr vermisse ich doch manchmal auch "normales" Essen ;)
Jeden Tag der Woche chinesisch Essen ist doch irgendwie auf Dauer eintönig.
Mittwoch, 31. Oktober 2007
Montag, 29. Oktober 2007
Der Alltag stellt sich ein
Seit ziemlich genau 2 Monaten bin ich jetzt schon hier in China und ich muss feststellen, dass ich mich halbwegs an alles gewöhnt habe. Man erlebt immer weniger Situationen, die einem komisch vorkommen.
Ganz so hilflos wie am Anfang fühl ich mich auch nicht mehr, da man doch recht schnell lernt wenige Brocken schlechtes Chinesisch effektiv zur Kommunikation zu verwenden. Von den Antworten der Leute versteht man auch immer mehr, wenn auch insgesamt noch nicht wirklich viel.
Es reicht halt zum Überleben.
Diese Woche sind die Temperaturen noch mal schlagartig in den Keller gefallen, so dass ich hier im dicken Pullover sitze und nicht behaupten könnte mir sei zu warm. Das gibt mir aber wenigstens einen Vorwand wieder Shoppen zu gehen und mich mit Winterkleidung zu versorgen ;)
Langsam sollte ich auch mal herausfinden, wie man die Klimaanlage auf "Heizen" stellt (auf der Fernbedienung sind nur chinesische Zeichen). Hier in der Region haben die Häuser keine Heizung, weil sich das normalerweise nicht lohnt. In den Wintermonaten wird daher mit Klimaanlage geheizt.
Ganz so hilflos wie am Anfang fühl ich mich auch nicht mehr, da man doch recht schnell lernt wenige Brocken schlechtes Chinesisch effektiv zur Kommunikation zu verwenden. Von den Antworten der Leute versteht man auch immer mehr, wenn auch insgesamt noch nicht wirklich viel.
Es reicht halt zum Überleben.
Diese Woche sind die Temperaturen noch mal schlagartig in den Keller gefallen, so dass ich hier im dicken Pullover sitze und nicht behaupten könnte mir sei zu warm. Das gibt mir aber wenigstens einen Vorwand wieder Shoppen zu gehen und mich mit Winterkleidung zu versorgen ;)
Langsam sollte ich auch mal herausfinden, wie man die Klimaanlage auf "Heizen" stellt (auf der Fernbedienung sind nur chinesische Zeichen). Hier in der Region haben die Häuser keine Heizung, weil sich das normalerweise nicht lohnt. In den Wintermonaten wird daher mit Klimaanlage geheizt.
Montag, 22. Oktober 2007
Deutsche Woche in Nanjing
Seit letztem Freitag hat die Deutsche Woche begonnen, bei der versucht wird den Leuten hier die deutsche Kultur zu präsentieren.
Leider sieht man, wie so häufig bei solchen Veranstaltungen im Ausland, hauptsächlich Bayrische Sachen. Nebenher stellen sich deutsche Firmen mit ihren Produkten vor, allerdings nur die Firmen, die eh schon hier in China vertreten sind wie z.B. Siemens.
Das ganze ist zwar ganz lustig und auch schön aufgemacht, aber ganz original schmeckt die Bratwurst hier doch nicht und teuer ist sie auch.
Netter Nebeneffekt sind Auftritte von bekannten deutschen Musikern. Dr. Motte (Erfinder der Love Parade) und 2Raumwohnung hab ich bisher gesehen, Juli hab ich leider verpasst.
Leider sieht man, wie so häufig bei solchen Veranstaltungen im Ausland, hauptsächlich Bayrische Sachen. Nebenher stellen sich deutsche Firmen mit ihren Produkten vor, allerdings nur die Firmen, die eh schon hier in China vertreten sind wie z.B. Siemens.
Das ganze ist zwar ganz lustig und auch schön aufgemacht, aber ganz original schmeckt die Bratwurst hier doch nicht und teuer ist sie auch.
Netter Nebeneffekt sind Auftritte von bekannten deutschen Musikern. Dr. Motte (Erfinder der Love Parade) und 2Raumwohnung hab ich bisher gesehen, Juli hab ich leider verpasst.
Sonntag, 14. Oktober 2007
Wieder das böse Internet...
Bisher konnte ich die Aktualität dieses wunderschönen Blogs immer recht hoch halten, da ich die Mittagspausen bei der Arbeit nutzen konnte, um einige Sachen von dort aus online zu stellen. Leider ist das Internet bei der Arbeit momentan nicht mehr verfügbar und es gibt Aussagen, welche behaupten, dass es auch nicht mehr verfügbar sein wird in der nächsten Zeit. Natürlich werde ich versuchen euch alle so gut wie möglich mit Informationen von meinen Abenteuern hier zu versorgen, da ich aber abends und am Wochenende viel unterwegs bin kann es passieren, dass in nächster Zeit nicht mehr alles so zeitnah hier erscheinen wird. Bitte nicht böse sein, aber die Abende und Wochenenden müssen ja genutzt werden ;)
Euer Lieblings-China-Blogger!
Euer Lieblings-China-Blogger!
Dienstag, 9. Oktober 2007
Die letzten freien Tage
So, die Feiertagswoche endete für mich mit einem gemütlichen Wochenende in Nanjing. Tina ist seit Samstag wieder weg. Von den ganzen Strapazen in den gelben Bergen muss ich mich erstmal erholen und so gibts nicht viel von diesem Wochenende zu berichten. Für die ganzen Fotos aus den Gelben Bergen werde ich versuchen mal einen Audio-Kommentar für euch aufzunehmen. Ist doch bei der ganzen Menge an Bildern interessanter, wenn einer dazu was erzählt ;)
Die Gelben Berge 2. Tag
Am zweiten Tag ging es in die umliegenden historischen Dörfer. Hierfür hatten wir den ganzen Tag ein Auto samt Fahrer (Preis insgesamt 26 €) übers Hostel gemietet. Das Wetter an diesen Tag war übrigens sehr warm (fast 30 Grad), kaum Wolken und klarer Himmel - und das Anfang Oktober. Spanien kann kaum besser sein um Urlaub zu machen. Wir besuchten insgesamt 3 kleine Orte, welche alle sehr schön das klassische China zeigten. Die dortigen Häuser waren übrigens alle noch belebt und die Leute arbeiten tatsächlich noch auf den Feldern dort, um ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Alte Gebäude werden über die Einnahmen des Tourismus erhalten. Es gab dort so viel zu sehen, dass ich einfach nur an die geschossenen Fotos verweisen kann. Es hat sich auf jeden Fall sehr gelohnt diese kleine Tour zu machen, da man sonst hier in China immer nur einzelne alte Gebäude sehen kann, hier hatte man aber ein komplettes Dorf, das man besichtigen konnte. Die letzte Station des Tages bildete der alte Stadtkern von Tunxi, welcher einer altertümliche wirkende Shopping-Meile darstellt. Die Stimmung dort war einfach toll und das Restaurant, welches wir uns fürs Abendessen ausgesucht hatten, war einfach genial in Sachen Preis-Leistung. Für umgerechnet 2,85 Euro gab es 5 verschiedene kleine Gerichte plus Tee. Das Essen war sehr, sehr lecker aber wir haben es beim besten Willen nicht geschafft alles auf zu essen. Für einen weiteren Euro ging es später mit der Rikscha (schreibt man das so?) zum Bahnhof und mit dem Zug wieder nach Nanjing. Die gelben Berge sind nicht umsonst eine der Top-Sehenswürdigkeiten in China, soweit ich weiss sind sie aber bei den meisten Rundreisen durch China nicht vorgesehen. Wenn mans irgendwie einrichten kann lautet meine Empfehlung aber: Auf jeden Fall mal hin.
Die Gelben Berge 1. Tag
In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch ging es mit dem Zug nach Tunxi, der Hauptausgangspunkt für einen Besuch der gelben Berge. Dort angekommen holte uns ein Wagen des gemieteten Hostels ab - und zwar um halb 6 morgens. Wenig später nur waren wir bereits am Startpunkt zum Aufstieg angekommen, welchen wir in guten 2 Stunden meisterten. Diese 2 Stunden bestanden allerdings aus einer endlosen Anzahl an Treppenstufen immer bergaufwärts. Oben angekommen waren wir wirklich stolz nicht wie viele andere die Gondel genommen zu haben. Wegen der Feiertage herrschte auf dem Gipfel ein reges Treiben von unzähligen Touristen (die meisten per Gondel oben), welche alle scheinbar noch nie Berge gesehen hatten und somit jeden Punkt fotographieren mussten.
Im Gipfelgebiet kann man verschiedene besondere Stellen anlaufen, welche gute Aussicht über das Gelände bieten. Es haben sich dort oben auch mehrere Hotels niedergelassen, in denen wir auch versucht haben ein Zimmer zu kriegen, aber während der Feiertage hat man da keine Chance. Hintergrund ist der tolle Sonnenaufgang, den man vom Gipfel aus beobachten kann. Da dieser aber um ca. 5 Uhr morgens war, hatten wir ohne Hotelzimmer keine Möglichkeit das zu erleben. Wäre übrigens auch deutlich teurer gewesen, also nicht so schlimm...

Nachdem wir genügend Aussichtspunkte abgelaufen waren wollten wir eigentlich über die westliche Seite (wir waren über die östliche hoch gekommen) absteigen. Dort sollte die Aussicht auch nochmal grandios sein, allerdings sollte der Abstieg auch fast 6 Stunden dauern. Leider haben wir auf dem Weg dorthin irgendwo eine falsche Abzweigung genommen, die uns einen sehr weiten, aber auch sehr schönen Umweg bereitet hat. Den gesamten Nachmittag liefen wir über diesen Umweg Treppen hoch und runter. Jeder Abstieg wurde verflucht, weil klar war, dass früher oder später wieder hoch gelaufen werden musste. Nichts desto trotz war die Gegend durch die wir gelaufen sind einfach fantastisch und insgesamt war dieser Umweg nicht mal schlimm. Ich bezweifel, dass der direkte Abstieg schöner gewesen wäre. Da es aber, als wir wieder einen bekannten Punkt erreichten, schon recht spät war und wir Angst hatten keinen Bus mehr zu kriegen, blieb uns für den Weg nach unten nur die Gondel übrig. Die 2 Stunden Wartezeit waren leider nicht so recht mit eingeplant, aber irgendwie hatten nicht nur wir die Idee runter zu fahren.
An der Stelle muss ich auch einfach mal eine Unsitte in China ansprechen. Leider gibt es neben den ganzen wirklich netten Leuten hier, die normal in der Warteschlange anstehen, immer wieder einen kleinen Teil an Spinnern, die denken sie wären so viel wichtiger als alle anderen. Die gibts auch nicht nur bei Touristengegenden, sondern auch in der U-Bahn, am Bahnhof, im Kaufhaus, im Straßenverkehr und einfach überall, wo man anstehen kann. Ohne jegliche Rücksicht drängeln sich diese Leute überall vorbei, wo nur möglich, ganz als ob alle andern Leute nur zu dumm wären selber nach vorne zu drängen. Das resultiert normalerweise dann in einem schrecklichen Geschiebe und in unzivilisiertem Drängeln. Um das ganz klar zu sagen: Ich hasse es. Man mag meinen so was gäbe es in Deutschland auch, aber hier ist es echt um einiges extremer, glaubt es mir. Ich hab irgendwann begonnen mir einen Spass draus zu machen mich so breit wie möglich hin zu stellen und sämtliche Drängler abzublocken. Nen Ausländer sprechen die nämlich nur selten an und bleiben dann doch lieber dahinter stehen ;)
Das nächste nervige Ereignis folgte direkt bei der Busfahrt zurück, als uns der Bus irgendwo falsch absetzte und wir uns ein Taxi besorgen mussten (gar nicht so leicht dort zur Rush-Hour). Am Abend waren wir einfach nur fertig vom auf und ab, vom Drängler ärgern und von der Zugfahrt in der Nacht zuvor, so dass wir einfach nur von der Dusche ins Bett gefallen sind.
Im Gipfelgebiet kann man verschiedene besondere Stellen anlaufen, welche gute Aussicht über das Gelände bieten. Es haben sich dort oben auch mehrere Hotels niedergelassen, in denen wir auch versucht haben ein Zimmer zu kriegen, aber während der Feiertage hat man da keine Chance. Hintergrund ist der tolle Sonnenaufgang, den man vom Gipfel aus beobachten kann. Da dieser aber um ca. 5 Uhr morgens war, hatten wir ohne Hotelzimmer keine Möglichkeit das zu erleben. Wäre übrigens auch deutlich teurer gewesen, also nicht so schlimm...

Nachdem wir genügend Aussichtspunkte abgelaufen waren wollten wir eigentlich über die westliche Seite (wir waren über die östliche hoch gekommen) absteigen. Dort sollte die Aussicht auch nochmal grandios sein, allerdings sollte der Abstieg auch fast 6 Stunden dauern. Leider haben wir auf dem Weg dorthin irgendwo eine falsche Abzweigung genommen, die uns einen sehr weiten, aber auch sehr schönen Umweg bereitet hat. Den gesamten Nachmittag liefen wir über diesen Umweg Treppen hoch und runter. Jeder Abstieg wurde verflucht, weil klar war, dass früher oder später wieder hoch gelaufen werden musste. Nichts desto trotz war die Gegend durch die wir gelaufen sind einfach fantastisch und insgesamt war dieser Umweg nicht mal schlimm. Ich bezweifel, dass der direkte Abstieg schöner gewesen wäre. Da es aber, als wir wieder einen bekannten Punkt erreichten, schon recht spät war und wir Angst hatten keinen Bus mehr zu kriegen, blieb uns für den Weg nach unten nur die Gondel übrig. Die 2 Stunden Wartezeit waren leider nicht so recht mit eingeplant, aber irgendwie hatten nicht nur wir die Idee runter zu fahren.
An der Stelle muss ich auch einfach mal eine Unsitte in China ansprechen. Leider gibt es neben den ganzen wirklich netten Leuten hier, die normal in der Warteschlange anstehen, immer wieder einen kleinen Teil an Spinnern, die denken sie wären so viel wichtiger als alle anderen. Die gibts auch nicht nur bei Touristengegenden, sondern auch in der U-Bahn, am Bahnhof, im Kaufhaus, im Straßenverkehr und einfach überall, wo man anstehen kann. Ohne jegliche Rücksicht drängeln sich diese Leute überall vorbei, wo nur möglich, ganz als ob alle andern Leute nur zu dumm wären selber nach vorne zu drängen. Das resultiert normalerweise dann in einem schrecklichen Geschiebe und in unzivilisiertem Drängeln. Um das ganz klar zu sagen: Ich hasse es. Man mag meinen so was gäbe es in Deutschland auch, aber hier ist es echt um einiges extremer, glaubt es mir. Ich hab irgendwann begonnen mir einen Spass draus zu machen mich so breit wie möglich hin zu stellen und sämtliche Drängler abzublocken. Nen Ausländer sprechen die nämlich nur selten an und bleiben dann doch lieber dahinter stehen ;)
Das nächste nervige Ereignis folgte direkt bei der Busfahrt zurück, als uns der Bus irgendwo falsch absetzte und wir uns ein Taxi besorgen mussten (gar nicht so leicht dort zur Rush-Hour). Am Abend waren wir einfach nur fertig vom auf und ab, vom Drängler ärgern und von der Zugfahrt in der Nacht zuvor, so dass wir einfach nur von der Dusche ins Bett gefallen sind.
Dienstag, 2. Oktober 2007
Deutschland ist Weltmeister
Seit Sonntag hat Deutschland ja endlich wieder einen Weltmeistertitel im Fußball geholt - und das bei mir in China. Das Finale war auch eigentlich nicht sehr weit von mir weg in Shanghai, aber da ich wegen der Feiertagswoche ja am Sonntag arbeiten musste, war es leider nicht möglich hin zu fahren. Stattdessen gehts jetzt aber heute abend in die gelben Berge, eine der Top 10 Attraktionen in China. Wenn wir dann am Freitag wieder da sind, gibt´s sicher auch wieder schöne Fotos.
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