Montag, 17. Dezember 2007
Im Osten nichts Neues
Interessant bleiben die Erfahrungen hier trotzdem und ein bisschen muss ich auch mein Chinesisch noch verbessern, bis ich nach Hause komme.
Dienstag, 11. Dezember 2007
Weihnachtsbaum
Montag, 10. Dezember 2007
Karaoke
Wenn Europäer in die Disco gehen, zieht es die Chinesen hier in die Karaoke Bars. Man mietet sich dort mit seiner Gruppe einen kleinen Raum in dem es einen großen Fernseher, ein Bedienpult und laute Boxen gibt und ab geht die Post. Neben unzähligen chinesischen Songs gab es in der Auswahl auch eine Menge englische Lieder. Alkoholische Getränke konnte man auch erwerben, um die ersten Startschwierigkeiten zu überwinden. Alles in allem eine sehr spaßige Sache, wenn man sich drauf einlässt. Die Backstreet Boys Performance von Tobi und mir wird auf jeden Fall unvergessen bleiben ;)
Mittwoch, 28. November 2007
Zwischenstand
Nächstes Wochenende geht's zur Anprobe für einen maßgeschneiderten Anzug, den man sich bei den hiesigen Stoff- und Schneiderpreisen ruhig mal zulegen kann ;)
Weiter in Planung steht noch ein Trip nach Hangzhou über ein Wochenende. Da war ich zwar vor mehr als 2 Jahren schon mal, aber ein Burger eines gewissen Schnellrestaurants, dessen Name im Deutschen Sohn von Donald heißen würde (weitere Hinweise spar ich mir), brachte mich damals eher dazu die Hygienezustände der dortigen sanitären Anlagen zu bewundern anstatt die schöne Landschaft. Es kann also nicht schaden, diese Fahrt dorthin zu wiederholen und darauf zu achten nur gute landestypische Nahrung zu sich zu nehmen.
Donnerstag, 15. November 2007
Wochenrückblick
Samstag Abend haben wir uns im chinesischen Fernsehen die Live-Übertragung des Bundesliga Spitzenspiels Bayern gegen VfB Stuttgart angesehen. Da die Spiele bei uns um 15:30 beginnen und damit hier dann 22:30 ist, kennen viele Chinesen die Bundesliga sehr gut im Vergleich zur englischen oder spanischen Liga (beide spielen erst abends, damit hier also mitten in der Nacht). Sehr schön war es natürlich die erste Saisonniederlage unseres tollen Rekordmeisters live zu erleben, ich konnte Richards Flüche aus Australien förmlich bis hier hören :)
Sonntags habe ich es auch tatsächlich geschafft eine neue Tastatur in mein Notebook einbauen zu lassen. Der Preis von mehr als 60€ in Deutschland wäre deutlich zu hoch gewesen im Vergleich zum Restwert des Computers, aber für umgerechnet 26€ hier in China hab ich mich dann doch nochmal dazu entschieden mein Baby wieder in einen einwandfreien Zustand zu versetzen. Nach dem Studium darf der Arme dann auch irgendwann in die wohlverdiente Rente gehen ;)
Mittwoch, 7. November 2007
Chinesisch... eine nicht so ganz einfach Sprache
Die meiner Meinung nach größte Tücke besteht in der korrekten Betonung der verschiedenen Wörter. Jede Silbe kann im Chinesischen in 5 verschiedenen Tönen ausgesprochen werden: hoch gehalten, aufsteigend, ab- und dann aufsteigend, absteigend oder neutral. Einige werden auch schon wissen, dass die Bedeutung der verschieden Aussprachearten nicht das geringste miteinander zu tun hat.
Ein paar schöne Beispiele:
Aus "Das ist teuer!" kann ganz schnell "Da ist ein Geist!" werden. "Entschuldigung, darf ich eine Frage stellen." wird bei falscher Aussprache möglicherweise "Bitte Küssen."
Wer jemanden zur Hand hat, der des Chinesischen mächtig ist, sollte diesen einmal bitten den Satz "Vier ist vier, zehn ist zehn, vierzehn ist vierzehn." auszusprechen. Ich habe mir sagen lassen, dass dies selbst für Muttersprachler schwierig sein soll.
Es soll auch eine komplette kleine Geschichte geben, die nur aus dem Wort "Shi" (unter anderem "sein") in seinen verschiedenen Aussprachen besteht.
Und bei solchen Hürden soll ein armer Student diese schwere Sprache lernen? Ich geb mir auf jeden Fall mal Mühe und werde dann sehen, wieviel ich bis Februar aufnehmen kann.
In Wirklichkeit ist die Sprache gar nicht so schwer (das Lesen und Schreiben jetzt mal ausgenommen), sondern einfach nur sehr anders. Im Gegensatz zum Deutschen ist die Grammatik beispielsweise sehr einfach gehalten. Also lasst euch nicht von meinen weinerlichen Aussagen hier abhalten Chinesisch zu lernen. Ich brauch ja nur ein bisschen Mitleid ;)
Mittwoch, 31. Oktober 2007
Shopping mal wieder
Zur Sicherheit habe ich mir direkt noch einen Pullover, sowie Handschuhe und eine Mütze zugelegt. Mit 40 Euro an Gesamtausgaben kann man sich da als Europäer nicht beklagen. Besonders Dinge wie die Handschuhe für 2 Euro brauchen ja wirklich nicht länger halten als die restlichen 3 Monate.
Auf meiner Einkaufsliste verbleiben damit noch ein Schal und eine dicke Jogginghose für zu Hause, aber auch das sollte ich beim nächsten Besuch des Fuzi Tempels finden können.
Heute abend geht es wieder zum Deutschen Stammtisch, dessen ersten Besuch in der letzten Woche ich fahrlässigerweise unterschlagen habe. Da dieser in einem deutschen Restaurant stattfindet, darf ich mich wieder auf ein gutes Schnitzel freuen. So sehr ich mich auch schon an chinesische Nahrung gewöhnt habe, so sehr vermisse ich doch manchmal auch "normales" Essen ;)
Jeden Tag der Woche chinesisch Essen ist doch irgendwie auf Dauer eintönig.
Montag, 29. Oktober 2007
Der Alltag stellt sich ein
Ganz so hilflos wie am Anfang fühl ich mich auch nicht mehr, da man doch recht schnell lernt wenige Brocken schlechtes Chinesisch effektiv zur Kommunikation zu verwenden. Von den Antworten der Leute versteht man auch immer mehr, wenn auch insgesamt noch nicht wirklich viel.
Es reicht halt zum Überleben.
Diese Woche sind die Temperaturen noch mal schlagartig in den Keller gefallen, so dass ich hier im dicken Pullover sitze und nicht behaupten könnte mir sei zu warm. Das gibt mir aber wenigstens einen Vorwand wieder Shoppen zu gehen und mich mit Winterkleidung zu versorgen ;)
Langsam sollte ich auch mal herausfinden, wie man die Klimaanlage auf "Heizen" stellt (auf der Fernbedienung sind nur chinesische Zeichen). Hier in der Region haben die Häuser keine Heizung, weil sich das normalerweise nicht lohnt. In den Wintermonaten wird daher mit Klimaanlage geheizt.
Montag, 22. Oktober 2007
Deutsche Woche in Nanjing
Leider sieht man, wie so häufig bei solchen Veranstaltungen im Ausland, hauptsächlich Bayrische Sachen. Nebenher stellen sich deutsche Firmen mit ihren Produkten vor, allerdings nur die Firmen, die eh schon hier in China vertreten sind wie z.B. Siemens.
Das ganze ist zwar ganz lustig und auch schön aufgemacht, aber ganz original schmeckt die Bratwurst hier doch nicht und teuer ist sie auch.
Netter Nebeneffekt sind Auftritte von bekannten deutschen Musikern. Dr. Motte (Erfinder der Love Parade) und 2Raumwohnung hab ich bisher gesehen, Juli hab ich leider verpasst.
Sonntag, 14. Oktober 2007
Wieder das böse Internet...
Euer Lieblings-China-Blogger!
Dienstag, 9. Oktober 2007
Die letzten freien Tage
Die Gelben Berge 2. Tag
Die Gelben Berge 1. Tag
Im Gipfelgebiet kann man verschiedene besondere Stellen anlaufen, welche gute Aussicht über das Gelände bieten. Es haben sich dort oben auch mehrere Hotels niedergelassen, in denen wir auch versucht haben ein Zimmer zu kriegen, aber während der Feiertage hat man da keine Chance. Hintergrund ist der tolle Sonnenaufgang, den man vom Gipfel aus beobachten kann. Da dieser aber um ca. 5 Uhr morgens war, hatten wir ohne Hotelzimmer keine Möglichkeit das zu erleben. Wäre übrigens auch deutlich teurer gewesen, also nicht so schlimm...

Nachdem wir genügend Aussichtspunkte abgelaufen waren wollten wir eigentlich über die westliche Seite (wir waren über die östliche hoch gekommen) absteigen. Dort sollte die Aussicht auch nochmal grandios sein, allerdings sollte der Abstieg auch fast 6 Stunden dauern. Leider haben wir auf dem Weg dorthin irgendwo eine falsche Abzweigung genommen, die uns einen sehr weiten, aber auch sehr schönen Umweg bereitet hat. Den gesamten Nachmittag liefen wir über diesen Umweg Treppen hoch und runter. Jeder Abstieg wurde verflucht, weil klar war, dass früher oder später wieder hoch gelaufen werden musste. Nichts desto trotz war die Gegend durch die wir gelaufen sind einfach fantastisch und insgesamt war dieser Umweg nicht mal schlimm. Ich bezweifel, dass der direkte Abstieg schöner gewesen wäre. Da es aber, als wir wieder einen bekannten Punkt erreichten, schon recht spät war und wir Angst hatten keinen Bus mehr zu kriegen, blieb uns für den Weg nach unten nur die Gondel übrig. Die 2 Stunden Wartezeit waren leider nicht so recht mit eingeplant, aber irgendwie hatten nicht nur wir die Idee runter zu fahren.
An der Stelle muss ich auch einfach mal eine Unsitte in China ansprechen. Leider gibt es neben den ganzen wirklich netten Leuten hier, die normal in der Warteschlange anstehen, immer wieder einen kleinen Teil an Spinnern, die denken sie wären so viel wichtiger als alle anderen. Die gibts auch nicht nur bei Touristengegenden, sondern auch in der U-Bahn, am Bahnhof, im Kaufhaus, im Straßenverkehr und einfach überall, wo man anstehen kann. Ohne jegliche Rücksicht drängeln sich diese Leute überall vorbei, wo nur möglich, ganz als ob alle andern Leute nur zu dumm wären selber nach vorne zu drängen. Das resultiert normalerweise dann in einem schrecklichen Geschiebe und in unzivilisiertem Drängeln. Um das ganz klar zu sagen: Ich hasse es. Man mag meinen so was gäbe es in Deutschland auch, aber hier ist es echt um einiges extremer, glaubt es mir. Ich hab irgendwann begonnen mir einen Spass draus zu machen mich so breit wie möglich hin zu stellen und sämtliche Drängler abzublocken. Nen Ausländer sprechen die nämlich nur selten an und bleiben dann doch lieber dahinter stehen ;)
Das nächste nervige Ereignis folgte direkt bei der Busfahrt zurück, als uns der Bus irgendwo falsch absetzte und wir uns ein Taxi besorgen mussten (gar nicht so leicht dort zur Rush-Hour). Am Abend waren wir einfach nur fertig vom auf und ab, vom Drängler ärgern und von der Zugfahrt in der Nacht zuvor, so dass wir einfach nur von der Dusche ins Bett gefallen sind.
Dienstag, 2. Oktober 2007
Deutschland ist Weltmeister
Samstag, 29. September 2007
Feiertagswoche!
Unter den Bilderalben in der linken Spalte gibts jetzt übrigens auch auch ein Album zu Leckereien, welche mir bisher begegnet sind. Ich gebe zu ich hab nicht alle probiert ;)
Mittwoch, 26. September 2007
Erster guter Kaffee im Büro
Es gab den ersten akzeptablen Kaffee hier im Büro. Ein Kollege war so nett uns einen aus seinem Privatvorrat an Kaffee zu machen. Da es aber irgendwie nicht so ganz meine Woche zu werden scheint hab ich den zur Hälfte direkt mal verschüttet - direkt auf mein Notebook. Voll auf die Tastatur. Alles voller feinst duftendem Kaffee. Vom Netz trennen kann man das Ding dann dank Akku ja auch nicht sofort, so dass einige Sekunden vergingen bevor ichs endlich geschafft hatte den Rechner aus zu haben. Den Rest des Tages habe ich damit verbracht den Rechner von Kaffee zu trocknen. Tollerweise wollte er dann sogar nicht mehr richtig anspringen, woraufhin ich ihn komplett zerlegen musste. Hätte mir eigentlich einen anderen Grund gewünscht um so ein Ding mal von innen zu sehen. Schlussendlich läuft jetzt aber wieder alles außer mancher Tasten auf der Tastatur, welche ja auch das meiste abbekommen hat. Habe mir direkt eine externe USB Tastatur für ein paar euro zugelegt, um wenigstens wieder mein Blog weiter schreiben zu können.
Die Kaffeaktion war auch verantwortlich dafür, dass die Bilder aus Peking erst mit etwas Verspätung erscheinen können.
Dienstag, 25. September 2007
Beijing 2. Tag, The Great Wall
Nach der Mauer hatten wir noch Zeit für den Besuch des Heifai Parks mit der weissen Dagoba. Hierbei handelt es sich um einen tibetischen Tempel wenn ich das richtig verstanden habe. Der Park hat einen schönen See in der Mitte und bietet auch sonst schöne Natur, wenn man mal genug von der überfüllten Stadt hat.
Die Zugfahrt zurück war sehr exklusiv. Für die mehr als 1000 km in einem 4 Mann Schlafabteil mit eigenem Fernseher hab ich umgerechnet 40 € bezahlt. Rechtzeitig morgens um 7 Uhr war ich dann wieder in Nanjing, um zur Arbeit zu fahren. Tina ist noch 2 Tage länger in Peking geblieben, die muss ja nicht arbeiten :(
Montag, 24. September 2007
Beijing (Peking für alle die sonst nichts damit anfangen können)
Also: Angefangen hat alles mit einer nächtlichen Zugfahrt von Nanjing nach Beijing. Man konnte eigentlich ganz gut schlafen, auch wenn die Klimaanlage ein bisschen kühl war. In Peking angekommen, bestand das erste große Problem darin, das Hostel zu finden. Die hatten nämlich nicht den korrekten Namen an ihrer Tür stehen, sondern irgendwas anderes, unter dem es die auch als Hotel gibt. Nach 2 Stunden Suche haben wir es dann aber doch gefunden. Die Fotos im Internet wichen doch dann irgendwie von den realen Zimmern etwas ab, so dass wir schon den zweiten Grund hatten, uns über das Hostel zu ärgern.
Erste Station in Peking selbst war dann der Platz des himmlischen Friedens, Tian Anmen. Es ist soweit ich weiss einer der größten öffentlichen Plätz der Welt. In der Mitte ist ein Denkmal für die Helden der Nation und an den jeweiligen Seiten liegen verschiedene wichtige Gebäude wie z.B. der chinesische Bundestag, die Halle des Volkes. Am Nordrand liegt die verbotene Stadt, welche die nächste Anlaufstelle des ersten Tages war. In dieser Stadt lebte die Kaiser verschiedener Dynastien nahezu ihr gesamtes Leben. Sie besteht aus mehreren Hallen und Palästen und war für das normale Volk nicht zugänglich, daher auch der Name. Am Eingangstor hängt ein Bild von Mao Tse Dong, auch Chairman Mao genannt. In der verbotenen Stadt selber ist man erstmal überrascht wie groß diese doch wirklich ist. Überall sind große Gebäude, Hallen und weite Plätze. Muss man einfach mal gesehen haben, kann man eigentlich kaum beschreiben und wird auch durch die Fotos nur mäßig wiedergegeben. Nach der verbotenen Stadt, waren wir noch am Temple of Heaven, welcher in einem sehr schönen Parkgelände liegt und auch einen Besuch wert ist, wenn man mal nach Peking kommt. Ale letztes sind wir auf einen abendlichen Markt, auf dem er die verschiedensten Dinge zu Essen gab. Gebratene Seepferdchen, Skorpione oder Seesterne gab es dort zu hauf und auch vieles, was sich nicht mehr richtig zuordnen ließ. Nach diesem anstrengenden Tag gings dann zurück zum Hostel, schließlich wollten wir ja am nächsten Tag zur Mauer raus fahren.
Donnerstag, 20. September 2007
Die erste Shopping Tour!
Gestern war der Tag der ersten größeren Shopping Tour durch die Hunan Road gekommen. Ziel war eigentlich mindestens eine lange Hose (hab eindeutig zu viele kurze mitgenommen), Hemden, ne Jacke, falls es doch morgens mal kühl ist, und evtl. Schuhe. Draus geworden sind am Ende 2 Hosen (eine Jeans, eine schwarze Stoffhose) und 2 Jacken. Keine ganz so schlechte Ausbeute fürs erste Mal. Kostenpunkt: Jeans 19€, Stoffhose 16€, erste Jacke 26 €, zweite Jacke 10€ = insgesamt 71€. Doch irgendwie in der Summe nicht zu vernachlässigen, aber jedes Teil für sich war doch schon recht günstig, wenn man vergleicht, was man in Deutschland wahrscheinlich bezahlt hätte. Bei den Hosen handelt es sich auch tatsächlich um vernünftige Marken, die mir von meinen früheren Reisen im asiatischen Raum bekannt sind. Die Qualität der Jacke für 10€ bleibt allerdings noch abzuwarten. Es hing ein Goretex Schild dran und das Logo findet sich auch in der Jacke (werde demnächst mal Bilder machen), für den Preis ist die Echtheit dieses Logos jedoch stark anzuzweifeln ;)
Jeder der sich jetzt motiviert sieht in Nanjing shoppen zu kommen, kann mich gerne fragen wo es die entsprechenden Läden gibt. Da meine anfangs erwähnte Liste auch noch nicht abgearbeitet ist, werde ich wohl noch ein paar mal durch diverse Läden und Kaufhäuser hier ziehen.
Montag, 17. September 2007
Endlich jemand zum auf die Nerven gehen...
Das erste Wochenende haben wir den Xuanwu Lake hier in Nanjing besucht, wobei auch dieses Foto entstanden ist. Selbstverständlich waren wir uns bei den Diskussionen darüber, ob wir bei unserem ersten Besuch dieses Sees an gewissen Stellen schon gewesen sind, nicht immer absolut einig (ich hatte natürlich am Ende immer recht, ist ja klar *g*), was sehr zur Belustigung Romans beitrug.

Abends ging es auf Tobi's Geburtstag und ich kann nur sagen: Wir haben heftig gefeiert. Leider auch so heftig, dass wir unseren geplanten Tagestrip in eine nahe gelegene Stadt (Name fällt mir jetzt gerade nicht ein) spontan verschoben haben. Stattdessen haben wir kulturellen Ausgleich im schön ruhigen Paläontologie-Museum und auf einer daneben befindlichen Pagode gesucht und gefunden. Leider war der große Dino in der Eingangshalle des Museums bereits das Beste, was man dort finden konnte, so dass ich das Museum nur Fans von versteinerten Farnen und Kleinvieh weiterempfehlen würde.
Mittwoch, 12. September 2007
Chinesische Mauer untertunnelt!
Hätte ich auch eigentlich früher drauf kommen können. Mit dem Cisco VPN Client nen Full Tunnel bis zum RWTH-Netz (welches sehr gut hier drüben erreichbar ist) und von da aus in die Freiheit! War quasi so einfach, dass ich echt nicht gedacht hätte, dass es klappt. Es lebe der freie Informationsaustausch übers Internet! Niemand kann einen Blogger auf dem Weg zu seiner Community stoppen :D
Dienstag, 11. September 2007
Warnung an alle Kaffee-Süchtigen
Da ja auch nicht jeden Tag hier irgendwelche spektakulären Dinge passieren widme ich meinen heutigen Beitrag meiner ersten Erfahrung mit chinesischem Instant Kaffee. Über Alternativen zu Instant Kaffee braucht man hier schon gar nicht erst zu diskutieren. Es bietet sich nur die Option zwischen verschiedenen Pulverbeutelchen mit diesem Möchtegernkaffee zu wählen, wenn man im Kaufhaus versucht etwas zu bekommen. Ich nehme stark an, dass sich der Verkauf von richtigem Kaffee einfach nicht lohnt, da keiner ne Kaffeemaschine hat. Selbst in der Firma gibts nur einen Heiß-Wasser-Automat, an dem jeder seinen Tee aufschüttet. Man merkt doch sehr stark, dass China ein vom Tee dominiertes Land ist. Nun ja, auf jeden Fall hab ich mich dann nach langem Überlegen erstmal für eine Sorte entschieden, um diese zu probieren. 10 Beutel Instantpulver für Latte Flavour Kaffee von der Firma Mocca. An der Seite findet sich auch ne idiotensichere Zeichnung wie man ihn zuzubereiten hat. Pulver in die Tasse, heiß' Wasser drauf, umrühren und genießen..... naja, beim Pulver-in-die-Tasse-Schritt konnte man schon am Geruch erkennen, auf was man sich einzurichten hatte. Meine Vorahnung bestätigte sich dann später leider. Scheinbar ist sehr viel von dem hier üblichen Milchpulver in diesen Instant Kaffee mit eingeflossen und er roch meiner Meinung nach ein wenig nach Vanille. Definitiv kein guter Latte und schon gar nicht der Bezeichnung Kaffee würdig. Heute abend werde ich mich dann mal nach einer Cappucino-Variante umsehen. Der geht ja normalerweise noch halbwegs, wenn er aus einem Beutelchen kommt. Sobald ich eine ordentliche Alternative gefunden habe gibts auf jeden Fall wieder einen Bericht darüber.
Der einzige richtige Kaffee den ich hier bisher getrunken hab gabs am Wochenende bei Professor Tang. Der hatte allerdings auch irgendwo ne gute Kaffeemaschine hergekriegt.
Schlimmstenfalls muss ich demnächst mal zum Starbucks hier in der Innenstadt laufen und da nen ordentlichen Kaffee trinken (wenn die das nicht auch irgendwie dem Landesgeschmack angepasst haben). Allerdings kann man für den Preis eines Kaffees dort eine komplette Mahlzeit in einem chinesischen Restaurant kriegen.
Wer die Hiwi-Strichlisten des IAEW der letzten Monate überprüft wird sehen, wie sehr ich unter dieser Problematik ohne Kaffee auf der Arbeit auskommen zu müssen leide.
Sonntag, 9. September 2007
Sun Yatsen Mausoleum
Besuch des neuen Campusgeländes
Danach gings zum Mittagessen in ein sehr gutes Restaurant, bei dem mal eben ein kompletter Tisch voll leckerer Speisen bestellt wurde. Es hat wahnsinnig gut geschmeckt, besonders die gebratene Gans in süß-saurer Sauce und mit Gemüse gefüllten Dumplings.
An dieser Stelle nochmal vielen Dank den beiden Herren für diesen sehr interessanten Ausflug!
Mittwoch, 5. September 2007
Chinesische Staatssicherheit
Hoffe einfach mal, dass sich diese Beschneidung des Internetzugriffs in den nächsten Jahren mal ändert.
Inflation von DVDs in China
Der Preis für diese DVD betrug 12 Yuan (=1,20 Euro) und liegt damit 7 Yuan über dem Preis für raubkopierte, originalaussehende DVDs aus dem Jahre 2005 in Shanghai. Da diese allerdings damals in einem Staßenladen gekauft wurden, welcher mehrere Tausend DVDs zum Verkauf anbot und nicht in einem richtigen Kaufhaus hinkt der Vergleich leider ein bisschen. Nichtsdestotrotz entspräche die so ermittelte Inflationsrate bei über 50% pro Jahr!!!
Das muss also doch noch billiger gehen ;) Morgen wird weiter gesucht.
Nachtrag: Hab mittlerweile nen Laden bei mir um die Ecke gefunden in dem man die DVDs für 6 Yuan kriegt. Allerdings sind neuere irgendwie ein bisschen teurer und kosten dann auch ca. einen euro.
Erster Tag in Nanjing
Den folgenden Tag hab ich dann einfach mal zu Erkundung der Gegend genutzt, weil Wei mit seinem Prof auf irgendeiner Tour ist und wir also erst morgen den formellen Kram erledigen können. Da ich etwas Angst davor hatte meine Wohnung nicht mehr wiederzufinden bin ich erstmal quasi in kleinen Kreisen durch die umliegenden Blocks spaziert. Als ich dann eine gewisse Grundorientierung gefunden hatte bin ich auch mal bis zum Stadtzentrum gelaufen, um zu sehen was es da so gibt. Auf dem Weg dahin hab ich mir dann auch mein erstes Essen in Form von 2 großen Dumplings (gefüllte, gedünstete Teigtaschen) von einem Straßenladen gegönnt. Die Verkäuferin hat mich irgendwas komisches gefragt, was ich zunächst nicht verstanden habe. Später hab ich dann herausgefunden, dass sie mich wahrscheinlich nach der Sorte gefragt hatte. Ein Dumpling war nämlich mit sehr leckerer scharfer Soße und Tofu drin und der andere mit Glasnudeln und kleinen Fleischstücken. Alles in allem hats sehr gut geschmeckt, mehr als satt gemacht und war mit umgerechnet 40 Cent auch recht günstig. Im Stadtzentrum habe ich dann meine erste „originale“ DVD in einem Kaufhaus gekauft, welcher ich den folgenden Extra Beitrag widme.
Ankunft in Nanjing
Nach einer kleinen Sendepause gibt es mal wieder neues zu berichten aus dem Reich der Mitte. Leider hab ich erst heute wieder Zugang zum Internet und somit kommt das ganze etwas verzögert. An meinem zweiten Tag in Shanghai gabs leider hauptsächlich Regenwolken zu sehen, worauf ich Kleidungstechnisch nicht so gut vorbereitet war. Daher bin ich dann relativ früh mit dem Taxi zum Bahnhof gefahren und hatte mein erstes positives Erlebnis mit der chinesischen Sprache: Der Taxifahrer hat mich direkt beim ersten Versuch verstanden.
Warum das so toll für mich ist bedarf eines kleinen Exkurses zurück zu meinem ersten Chinaaufenthalt im Sommer 2005. Meine Freundin (welche damals schon ein halbes Jahr in China war und vorher 2 Jahre Chinesisch an der Uni gelernt hatte) hat nämlich damals das Wort für Bahnhof ca. 3 Minuten immer wieder wiederholen müssen, bis unser damaliger Taxifahrer es verstanden hatte und es meiner Meinung nach dann genauso wiederholt hat wie meine arme Freundin vorher schon gefühlte 500 mal. Meine Vermutung geht allerdings dahin, dass sich im Gegensatz zu damals die Interpretationsfähigkeit von Taxifahrern im Bezug auf schlecht gesprochene Bruchstücke von etwas was Mandarin Chinesisch darstellen soll einfach verbessert hat und dieses Erlebnis also nicht darauf hindeutet, dass ich Talent für die chinesische Sprache hätte.
Mit dem Zug ging es dann weiter nach Nanjing. Auch hier hat sich einiges getan: Es dauerte nicht wie damals mehr als 4 Stunden, sondern nur 2,5, und der Zug war auch von der Innenausstattung her deutlich ansprechender. Der Bahnhof in Nanjing hat sich mittlerweile auch von einer riesigen Baustelle zu einem durchaus modernen Bahnhof entwickelt.
Der Taxifahrer in Nanjing, welcher mich dann einfach zur Southeast University fahren sollte, hatte dann deutlich mehr Probleme mich zu verstehen, als der in Shanghai, aber da ich mir ja die Zeichen für die Uni vorher auf ein Blatt Papier habe aufschreiben lassen war das auch kein Problem. An der Uni angekommen musste ich dann feststellen, dass ich viel zu schnell auf meiner Reise war und 2,5 Stunden zu früh an meinem Treffpunkt mit Mr. Wei, welcher mich für die ersten Tage betreuen sollte. Die Zeit hab ich dann einfach mal genutzt um mich schon etwas in Nanjing umzusehen und das Gelände um die Uni herum zu erkunden.
Mit Wei zusammen ging es dann zunächst mal darum ein Handy für mich zu besorgen, damit ich ihn jederzeit erreichen konnte wenns irgendwelche Probleme gab. Das System hier scheint sehr einfach zu sein. Man geht zu einem China Mobile Laden und kriegt da für 110 Yuan (=11Euro) eine Simkarte mit 100 Yuan Guthaben drauf. Die restlichen 10 Yuan sind Pfand für die Karte. Die Tarife für ein normales Gespräch liegen dann bei 0,2 Yuan die Minute – ein Traum für alle Vieltelefonierer. Leider funktionierte die Simkarte nicht mit meinem Handy, aber im nächsten Laden gabs ja dann relativ günstig eins zu kaufen.
Mit alledem ausgestattet gings dann weiter zu Daniels alter Wohnung, die ich für den kommenden Monat erstmal beziehen werde. Die Zimmernummer 1705 zeigt schon an, dass es ein etwas größeres Gebäude ist, denn die 17 steht tatsächlich für das 17. Stockwerk. Hier gabs für mich dann erstmal nur zwei Wünsche: eine Dusche und ein Bett. Da ich immer noch unter leichtem Jetlag leide bin ich natürlich mitten in der Nacht erstmal richtig schön aufgewacht und konnte nicht mehr schlafen. Hoffe mal der ändert sich die nächsten Tage.
Dienstag, 28. August 2007
Shanghai
Aber erstmal schön der Reihe nach. Der Flug war wieder schön ruhig, der Flieger sogar noch moderner (Video on Demand über den eigenen Bildschirm) und das Essen wieder absolut zufriedenstellend. Von den 8 Stunden Flug hab ich gut und gerne die Hälfte verpennt, aber ich wollt ja auch noch ein bisschen fit sein für Shanghai.
Dort angekommen wurde ich erstmal wieder von der Temperatur und der Luftfeuchtigkeit umgehauen. Richtig schön warm hier. Mit dem Transrapid gings in die Innenstadt und von da aus mit der U-Bahn weiter zum People's Square. Das Hostel hab ich nach einer kleinen Wanderung rund um den People's Square dann auch gefunden und meine Sachen im Zimmer abgestellt. Dann natürlich schnell noch raus um die Nanjing Road nochmal anzusehen bevors morgen dann nach Nanjing selbst geht. Fotos hab ich auch schon gemacht, aber heute abend schaff ichs beim besten Willen nicht mehr die online zu stellen. Wird aber zeitnah nachgereicht.
Etwas entäuscht war ich, dass der Schwarzmarkt sich zum negativen entwickelt zu haben scheint. Das erste was mir angeboten wurde war keine Sex-Massage oder DVD's, sondern Drogen wie Hasch oder Mariuhana :( Allerdings ließ das andere auch nicht lange auf sich warten.
Nach einer Stunde bin ich dann aber auch schon wegen Müdigkeit ins Hostel zurück. Ist eh schon dunkel draußen und morgen hab ich ja noch ein Stück Reise vor mir.
Montag, 27. August 2007
Jetzt geht's los, jetzt geht's los...
Über den Flug bisher gibts wenig zu berichten. Es gab Hünchen in Tomatenpesto mit Gnocchi zu Essen, was übrigens echt lecker war (besser als Mensa allemal). Während des Flugs hab ich Spiderman3 und Chaos geguckt, so war alles recht kurzweilig.
Einziges Problem war mal wieder ein penetranter Schweissgeruch, dessen Quelle sich leider nicht hundertprozentig eingrenzen ließ. Der Moment als der Duty-Free-Wagen mit dem Parfüm vorbeikam, bedeutete so aber dann doch den Himmel auf Erden (bzw. ein ganzes Stück darüber) für meine Nase. Warum gibts eigentlich im Flieger immer Typen die sich nicht mal vorher waschen?
Nun ja, damit wäre der erste von hoffentlich vielen Einträgen dieses Blogs geschrieben.
Ich vermiss euch alle jetzt auch schon genug, also meldet euch alle mal, damit ich wenigstens mitkriege was vorgeht im Staate Deutschland.
Montag, 2. Juli 2007
Jetzt stehts fest....
Diese Woche ist die Bestätigung von Ms. Wang per E-Mail getroffen, dass mein Einladungsschreiben auf dem Weg nach Deutschland ist. Flug ist auch schon gebucht, Datum ist der 27.8.07 über Dubai nach Shanghai. Ich hoffe dann am 28.8. ohne große Probleme in Nanjing anzukommen. Damit alle schonmal was zu lesen haben, während der ersten Tage, starte ich einfach heute schonmal mit diesem Blog hier, obwohl ich doch eigentlich eher meine Studienarbeit weiterschreiben sollte, die bis dahin noch fertig werden soll.
Allerdings ist es nur fair, wenn ich mir diese paar Minuten Auszeit mal gönne, nachdem ich heute neidisch auf Richards Strandbilder aus Down Under geschaut habe. Der ist schon da, wo ich endlich hin will: Raus aus der Uni und ab in die große weite Welt!




