So, ich bin jetzt seit mehr als 3 Monaten in China. Meine Eltern haben letztes Wochenende ihren Besuch hinter sich gebracht, bei dem ich Gelegenheit hatte meine bisher entdeckten Top-Sehenswürdigkeiten von Nanjing noch ein Mal zu besuchen und diese zu zeigen. Ich fühle mich zwar nicht mehr wie frisch angekommen, aber dass schon mehr als die Hälfte der Zeit hier um ist, kommt einem doch komisch vor. Zwar hab ich hier jetzt fast alles gesehen und fange an Hobbies und Freunde in Deutschland zu vermissen, aber noch etwas Zeit hier verbringen zu können passt ganz gut.
Nächstes Wochenende geht's zur Anprobe für einen maßgeschneiderten Anzug, den man sich bei den hiesigen Stoff- und Schneiderpreisen ruhig mal zulegen kann ;)
Weiter in Planung steht noch ein Trip nach Hangzhou über ein Wochenende. Da war ich zwar vor mehr als 2 Jahren schon mal, aber ein Burger eines gewissen Schnellrestaurants, dessen Name im Deutschen Sohn von Donald heißen würde (weitere Hinweise spar ich mir), brachte mich damals eher dazu die Hygienezustände der dortigen sanitären Anlagen zu bewundern anstatt die schöne Landschaft. Es kann also nicht schaden, diese Fahrt dorthin zu wiederholen und darauf zu achten nur gute landestypische Nahrung zu sich zu nehmen.
Mittwoch, 28. November 2007
Donnerstag, 15. November 2007
Wochenrückblick
Die letzte Woche verlief ohne besondere Überraschungen. Dienstags hatten wir uns zum Sushi Kochen verabredet, was auch halbwegs essbare Kombinationen aus Reis, Seetang und Fisch ergeben hat. Zu dieser Gelegenheit habe ich mir einen Tisch für meine Wohnung besorgt. Die günstigste Variante im Supermarkt war ein klappbarer Plastiktisch mit einem aufgedruckten Spielfeld, welches irgendwie an ein Schachfeld erinnert. Ich werde demnächst einmal Nachforschungen anstellen, was für ein Spiel das ist.
Samstag Abend haben wir uns im chinesischen Fernsehen die Live-Übertragung des Bundesliga Spitzenspiels Bayern gegen VfB Stuttgart angesehen. Da die Spiele bei uns um 15:30 beginnen und damit hier dann 22:30 ist, kennen viele Chinesen die Bundesliga sehr gut im Vergleich zur englischen oder spanischen Liga (beide spielen erst abends, damit hier also mitten in der Nacht). Sehr schön war es natürlich die erste Saisonniederlage unseres tollen Rekordmeisters live zu erleben, ich konnte Richards Flüche aus Australien förmlich bis hier hören :)
Sonntags habe ich es auch tatsächlich geschafft eine neue Tastatur in mein Notebook einbauen zu lassen. Der Preis von mehr als 60€ in Deutschland wäre deutlich zu hoch gewesen im Vergleich zum Restwert des Computers, aber für umgerechnet 26€ hier in China hab ich mich dann doch nochmal dazu entschieden mein Baby wieder in einen einwandfreien Zustand zu versetzen. Nach dem Studium darf der Arme dann auch irgendwann in die wohlverdiente Rente gehen ;)
Samstag Abend haben wir uns im chinesischen Fernsehen die Live-Übertragung des Bundesliga Spitzenspiels Bayern gegen VfB Stuttgart angesehen. Da die Spiele bei uns um 15:30 beginnen und damit hier dann 22:30 ist, kennen viele Chinesen die Bundesliga sehr gut im Vergleich zur englischen oder spanischen Liga (beide spielen erst abends, damit hier also mitten in der Nacht). Sehr schön war es natürlich die erste Saisonniederlage unseres tollen Rekordmeisters live zu erleben, ich konnte Richards Flüche aus Australien förmlich bis hier hören :)
Sonntags habe ich es auch tatsächlich geschafft eine neue Tastatur in mein Notebook einbauen zu lassen. Der Preis von mehr als 60€ in Deutschland wäre deutlich zu hoch gewesen im Vergleich zum Restwert des Computers, aber für umgerechnet 26€ hier in China hab ich mich dann doch nochmal dazu entschieden mein Baby wieder in einen einwandfreien Zustand zu versetzen. Nach dem Studium darf der Arme dann auch irgendwann in die wohlverdiente Rente gehen ;)
Mittwoch, 7. November 2007
Chinesisch... eine nicht so ganz einfach Sprache
Da ich immer noch nicht wirklich viel von dem verstehe, was Millionen von Menschen um mich herum sprechen, muss ich hier jetzt mal meine Traurigkeit über meine eigene Unfähigkeit das Mandarin Chinesisch zu erlernen zum Ausdruck bringen. Diese Sprache birgt für Europäer einfach Tücken ohne Ende.
Die meiner Meinung nach größte Tücke besteht in der korrekten Betonung der verschiedenen Wörter. Jede Silbe kann im Chinesischen in 5 verschiedenen Tönen ausgesprochen werden: hoch gehalten, aufsteigend, ab- und dann aufsteigend, absteigend oder neutral. Einige werden auch schon wissen, dass die Bedeutung der verschieden Aussprachearten nicht das geringste miteinander zu tun hat.
Ein paar schöne Beispiele:
Aus "Das ist teuer!" kann ganz schnell "Da ist ein Geist!" werden. "Entschuldigung, darf ich eine Frage stellen." wird bei falscher Aussprache möglicherweise "Bitte Küssen."
Wer jemanden zur Hand hat, der des Chinesischen mächtig ist, sollte diesen einmal bitten den Satz "Vier ist vier, zehn ist zehn, vierzehn ist vierzehn." auszusprechen. Ich habe mir sagen lassen, dass dies selbst für Muttersprachler schwierig sein soll.
Es soll auch eine komplette kleine Geschichte geben, die nur aus dem Wort "Shi" (unter anderem "sein") in seinen verschiedenen Aussprachen besteht.
Und bei solchen Hürden soll ein armer Student diese schwere Sprache lernen? Ich geb mir auf jeden Fall mal Mühe und werde dann sehen, wieviel ich bis Februar aufnehmen kann.
In Wirklichkeit ist die Sprache gar nicht so schwer (das Lesen und Schreiben jetzt mal ausgenommen), sondern einfach nur sehr anders. Im Gegensatz zum Deutschen ist die Grammatik beispielsweise sehr einfach gehalten. Also lasst euch nicht von meinen weinerlichen Aussagen hier abhalten Chinesisch zu lernen. Ich brauch ja nur ein bisschen Mitleid ;)
Die meiner Meinung nach größte Tücke besteht in der korrekten Betonung der verschiedenen Wörter. Jede Silbe kann im Chinesischen in 5 verschiedenen Tönen ausgesprochen werden: hoch gehalten, aufsteigend, ab- und dann aufsteigend, absteigend oder neutral. Einige werden auch schon wissen, dass die Bedeutung der verschieden Aussprachearten nicht das geringste miteinander zu tun hat.
Ein paar schöne Beispiele:
Aus "Das ist teuer!" kann ganz schnell "Da ist ein Geist!" werden. "Entschuldigung, darf ich eine Frage stellen." wird bei falscher Aussprache möglicherweise "Bitte Küssen."
Wer jemanden zur Hand hat, der des Chinesischen mächtig ist, sollte diesen einmal bitten den Satz "Vier ist vier, zehn ist zehn, vierzehn ist vierzehn." auszusprechen. Ich habe mir sagen lassen, dass dies selbst für Muttersprachler schwierig sein soll.
Es soll auch eine komplette kleine Geschichte geben, die nur aus dem Wort "Shi" (unter anderem "sein") in seinen verschiedenen Aussprachen besteht.
Und bei solchen Hürden soll ein armer Student diese schwere Sprache lernen? Ich geb mir auf jeden Fall mal Mühe und werde dann sehen, wieviel ich bis Februar aufnehmen kann.
In Wirklichkeit ist die Sprache gar nicht so schwer (das Lesen und Schreiben jetzt mal ausgenommen), sondern einfach nur sehr anders. Im Gegensatz zum Deutschen ist die Grammatik beispielsweise sehr einfach gehalten. Also lasst euch nicht von meinen weinerlichen Aussagen hier abhalten Chinesisch zu lernen. Ich brauch ja nur ein bisschen Mitleid ;)
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