Samstag, 29. September 2007
Feiertagswoche!
Unter den Bilderalben in der linken Spalte gibts jetzt übrigens auch auch ein Album zu Leckereien, welche mir bisher begegnet sind. Ich gebe zu ich hab nicht alle probiert ;)
Mittwoch, 26. September 2007
Erster guter Kaffee im Büro
Es gab den ersten akzeptablen Kaffee hier im Büro. Ein Kollege war so nett uns einen aus seinem Privatvorrat an Kaffee zu machen. Da es aber irgendwie nicht so ganz meine Woche zu werden scheint hab ich den zur Hälfte direkt mal verschüttet - direkt auf mein Notebook. Voll auf die Tastatur. Alles voller feinst duftendem Kaffee. Vom Netz trennen kann man das Ding dann dank Akku ja auch nicht sofort, so dass einige Sekunden vergingen bevor ichs endlich geschafft hatte den Rechner aus zu haben. Den Rest des Tages habe ich damit verbracht den Rechner von Kaffee zu trocknen. Tollerweise wollte er dann sogar nicht mehr richtig anspringen, woraufhin ich ihn komplett zerlegen musste. Hätte mir eigentlich einen anderen Grund gewünscht um so ein Ding mal von innen zu sehen. Schlussendlich läuft jetzt aber wieder alles außer mancher Tasten auf der Tastatur, welche ja auch das meiste abbekommen hat. Habe mir direkt eine externe USB Tastatur für ein paar euro zugelegt, um wenigstens wieder mein Blog weiter schreiben zu können.
Die Kaffeaktion war auch verantwortlich dafür, dass die Bilder aus Peking erst mit etwas Verspätung erscheinen können.
Dienstag, 25. September 2007
Beijing 2. Tag, The Great Wall
Nach der Mauer hatten wir noch Zeit für den Besuch des Heifai Parks mit der weissen Dagoba. Hierbei handelt es sich um einen tibetischen Tempel wenn ich das richtig verstanden habe. Der Park hat einen schönen See in der Mitte und bietet auch sonst schöne Natur, wenn man mal genug von der überfüllten Stadt hat.
Die Zugfahrt zurück war sehr exklusiv. Für die mehr als 1000 km in einem 4 Mann Schlafabteil mit eigenem Fernseher hab ich umgerechnet 40 € bezahlt. Rechtzeitig morgens um 7 Uhr war ich dann wieder in Nanjing, um zur Arbeit zu fahren. Tina ist noch 2 Tage länger in Peking geblieben, die muss ja nicht arbeiten :(
Montag, 24. September 2007
Beijing (Peking für alle die sonst nichts damit anfangen können)
Also: Angefangen hat alles mit einer nächtlichen Zugfahrt von Nanjing nach Beijing. Man konnte eigentlich ganz gut schlafen, auch wenn die Klimaanlage ein bisschen kühl war. In Peking angekommen, bestand das erste große Problem darin, das Hostel zu finden. Die hatten nämlich nicht den korrekten Namen an ihrer Tür stehen, sondern irgendwas anderes, unter dem es die auch als Hotel gibt. Nach 2 Stunden Suche haben wir es dann aber doch gefunden. Die Fotos im Internet wichen doch dann irgendwie von den realen Zimmern etwas ab, so dass wir schon den zweiten Grund hatten, uns über das Hostel zu ärgern.
Erste Station in Peking selbst war dann der Platz des himmlischen Friedens, Tian Anmen. Es ist soweit ich weiss einer der größten öffentlichen Plätz der Welt. In der Mitte ist ein Denkmal für die Helden der Nation und an den jeweiligen Seiten liegen verschiedene wichtige Gebäude wie z.B. der chinesische Bundestag, die Halle des Volkes. Am Nordrand liegt die verbotene Stadt, welche die nächste Anlaufstelle des ersten Tages war. In dieser Stadt lebte die Kaiser verschiedener Dynastien nahezu ihr gesamtes Leben. Sie besteht aus mehreren Hallen und Palästen und war für das normale Volk nicht zugänglich, daher auch der Name. Am Eingangstor hängt ein Bild von Mao Tse Dong, auch Chairman Mao genannt. In der verbotenen Stadt selber ist man erstmal überrascht wie groß diese doch wirklich ist. Überall sind große Gebäude, Hallen und weite Plätze. Muss man einfach mal gesehen haben, kann man eigentlich kaum beschreiben und wird auch durch die Fotos nur mäßig wiedergegeben. Nach der verbotenen Stadt, waren wir noch am Temple of Heaven, welcher in einem sehr schönen Parkgelände liegt und auch einen Besuch wert ist, wenn man mal nach Peking kommt. Ale letztes sind wir auf einen abendlichen Markt, auf dem er die verschiedensten Dinge zu Essen gab. Gebratene Seepferdchen, Skorpione oder Seesterne gab es dort zu hauf und auch vieles, was sich nicht mehr richtig zuordnen ließ. Nach diesem anstrengenden Tag gings dann zurück zum Hostel, schließlich wollten wir ja am nächsten Tag zur Mauer raus fahren.
Donnerstag, 20. September 2007
Die erste Shopping Tour!
Gestern war der Tag der ersten größeren Shopping Tour durch die Hunan Road gekommen. Ziel war eigentlich mindestens eine lange Hose (hab eindeutig zu viele kurze mitgenommen), Hemden, ne Jacke, falls es doch morgens mal kühl ist, und evtl. Schuhe. Draus geworden sind am Ende 2 Hosen (eine Jeans, eine schwarze Stoffhose) und 2 Jacken. Keine ganz so schlechte Ausbeute fürs erste Mal. Kostenpunkt: Jeans 19€, Stoffhose 16€, erste Jacke 26 €, zweite Jacke 10€ = insgesamt 71€. Doch irgendwie in der Summe nicht zu vernachlässigen, aber jedes Teil für sich war doch schon recht günstig, wenn man vergleicht, was man in Deutschland wahrscheinlich bezahlt hätte. Bei den Hosen handelt es sich auch tatsächlich um vernünftige Marken, die mir von meinen früheren Reisen im asiatischen Raum bekannt sind. Die Qualität der Jacke für 10€ bleibt allerdings noch abzuwarten. Es hing ein Goretex Schild dran und das Logo findet sich auch in der Jacke (werde demnächst mal Bilder machen), für den Preis ist die Echtheit dieses Logos jedoch stark anzuzweifeln ;)
Jeder der sich jetzt motiviert sieht in Nanjing shoppen zu kommen, kann mich gerne fragen wo es die entsprechenden Läden gibt. Da meine anfangs erwähnte Liste auch noch nicht abgearbeitet ist, werde ich wohl noch ein paar mal durch diverse Läden und Kaufhäuser hier ziehen.
Montag, 17. September 2007
Endlich jemand zum auf die Nerven gehen...
Das erste Wochenende haben wir den Xuanwu Lake hier in Nanjing besucht, wobei auch dieses Foto entstanden ist. Selbstverständlich waren wir uns bei den Diskussionen darüber, ob wir bei unserem ersten Besuch dieses Sees an gewissen Stellen schon gewesen sind, nicht immer absolut einig (ich hatte natürlich am Ende immer recht, ist ja klar *g*), was sehr zur Belustigung Romans beitrug.

Abends ging es auf Tobi's Geburtstag und ich kann nur sagen: Wir haben heftig gefeiert. Leider auch so heftig, dass wir unseren geplanten Tagestrip in eine nahe gelegene Stadt (Name fällt mir jetzt gerade nicht ein) spontan verschoben haben. Stattdessen haben wir kulturellen Ausgleich im schön ruhigen Paläontologie-Museum und auf einer daneben befindlichen Pagode gesucht und gefunden. Leider war der große Dino in der Eingangshalle des Museums bereits das Beste, was man dort finden konnte, so dass ich das Museum nur Fans von versteinerten Farnen und Kleinvieh weiterempfehlen würde.
Mittwoch, 12. September 2007
Chinesische Mauer untertunnelt!
Hätte ich auch eigentlich früher drauf kommen können. Mit dem Cisco VPN Client nen Full Tunnel bis zum RWTH-Netz (welches sehr gut hier drüben erreichbar ist) und von da aus in die Freiheit! War quasi so einfach, dass ich echt nicht gedacht hätte, dass es klappt. Es lebe der freie Informationsaustausch übers Internet! Niemand kann einen Blogger auf dem Weg zu seiner Community stoppen :D
Dienstag, 11. September 2007
Warnung an alle Kaffee-Süchtigen
Da ja auch nicht jeden Tag hier irgendwelche spektakulären Dinge passieren widme ich meinen heutigen Beitrag meiner ersten Erfahrung mit chinesischem Instant Kaffee. Über Alternativen zu Instant Kaffee braucht man hier schon gar nicht erst zu diskutieren. Es bietet sich nur die Option zwischen verschiedenen Pulverbeutelchen mit diesem Möchtegernkaffee zu wählen, wenn man im Kaufhaus versucht etwas zu bekommen. Ich nehme stark an, dass sich der Verkauf von richtigem Kaffee einfach nicht lohnt, da keiner ne Kaffeemaschine hat. Selbst in der Firma gibts nur einen Heiß-Wasser-Automat, an dem jeder seinen Tee aufschüttet. Man merkt doch sehr stark, dass China ein vom Tee dominiertes Land ist. Nun ja, auf jeden Fall hab ich mich dann nach langem Überlegen erstmal für eine Sorte entschieden, um diese zu probieren. 10 Beutel Instantpulver für Latte Flavour Kaffee von der Firma Mocca. An der Seite findet sich auch ne idiotensichere Zeichnung wie man ihn zuzubereiten hat. Pulver in die Tasse, heiß' Wasser drauf, umrühren und genießen..... naja, beim Pulver-in-die-Tasse-Schritt konnte man schon am Geruch erkennen, auf was man sich einzurichten hatte. Meine Vorahnung bestätigte sich dann später leider. Scheinbar ist sehr viel von dem hier üblichen Milchpulver in diesen Instant Kaffee mit eingeflossen und er roch meiner Meinung nach ein wenig nach Vanille. Definitiv kein guter Latte und schon gar nicht der Bezeichnung Kaffee würdig. Heute abend werde ich mich dann mal nach einer Cappucino-Variante umsehen. Der geht ja normalerweise noch halbwegs, wenn er aus einem Beutelchen kommt. Sobald ich eine ordentliche Alternative gefunden habe gibts auf jeden Fall wieder einen Bericht darüber.
Der einzige richtige Kaffee den ich hier bisher getrunken hab gabs am Wochenende bei Professor Tang. Der hatte allerdings auch irgendwo ne gute Kaffeemaschine hergekriegt.
Schlimmstenfalls muss ich demnächst mal zum Starbucks hier in der Innenstadt laufen und da nen ordentlichen Kaffee trinken (wenn die das nicht auch irgendwie dem Landesgeschmack angepasst haben). Allerdings kann man für den Preis eines Kaffees dort eine komplette Mahlzeit in einem chinesischen Restaurant kriegen.
Wer die Hiwi-Strichlisten des IAEW der letzten Monate überprüft wird sehen, wie sehr ich unter dieser Problematik ohne Kaffee auf der Arbeit auskommen zu müssen leide.
Sonntag, 9. September 2007
Sun Yatsen Mausoleum
Besuch des neuen Campusgeländes
Danach gings zum Mittagessen in ein sehr gutes Restaurant, bei dem mal eben ein kompletter Tisch voll leckerer Speisen bestellt wurde. Es hat wahnsinnig gut geschmeckt, besonders die gebratene Gans in süß-saurer Sauce und mit Gemüse gefüllten Dumplings.
An dieser Stelle nochmal vielen Dank den beiden Herren für diesen sehr interessanten Ausflug!
Mittwoch, 5. September 2007
Chinesische Staatssicherheit
Hoffe einfach mal, dass sich diese Beschneidung des Internetzugriffs in den nächsten Jahren mal ändert.
Inflation von DVDs in China
Der Preis für diese DVD betrug 12 Yuan (=1,20 Euro) und liegt damit 7 Yuan über dem Preis für raubkopierte, originalaussehende DVDs aus dem Jahre 2005 in Shanghai. Da diese allerdings damals in einem Staßenladen gekauft wurden, welcher mehrere Tausend DVDs zum Verkauf anbot und nicht in einem richtigen Kaufhaus hinkt der Vergleich leider ein bisschen. Nichtsdestotrotz entspräche die so ermittelte Inflationsrate bei über 50% pro Jahr!!!
Das muss also doch noch billiger gehen ;) Morgen wird weiter gesucht.
Nachtrag: Hab mittlerweile nen Laden bei mir um die Ecke gefunden in dem man die DVDs für 6 Yuan kriegt. Allerdings sind neuere irgendwie ein bisschen teurer und kosten dann auch ca. einen euro.
Erster Tag in Nanjing
Den folgenden Tag hab ich dann einfach mal zu Erkundung der Gegend genutzt, weil Wei mit seinem Prof auf irgendeiner Tour ist und wir also erst morgen den formellen Kram erledigen können. Da ich etwas Angst davor hatte meine Wohnung nicht mehr wiederzufinden bin ich erstmal quasi in kleinen Kreisen durch die umliegenden Blocks spaziert. Als ich dann eine gewisse Grundorientierung gefunden hatte bin ich auch mal bis zum Stadtzentrum gelaufen, um zu sehen was es da so gibt. Auf dem Weg dahin hab ich mir dann auch mein erstes Essen in Form von 2 großen Dumplings (gefüllte, gedünstete Teigtaschen) von einem Straßenladen gegönnt. Die Verkäuferin hat mich irgendwas komisches gefragt, was ich zunächst nicht verstanden habe. Später hab ich dann herausgefunden, dass sie mich wahrscheinlich nach der Sorte gefragt hatte. Ein Dumpling war nämlich mit sehr leckerer scharfer Soße und Tofu drin und der andere mit Glasnudeln und kleinen Fleischstücken. Alles in allem hats sehr gut geschmeckt, mehr als satt gemacht und war mit umgerechnet 40 Cent auch recht günstig. Im Stadtzentrum habe ich dann meine erste „originale“ DVD in einem Kaufhaus gekauft, welcher ich den folgenden Extra Beitrag widme.
Ankunft in Nanjing
Nach einer kleinen Sendepause gibt es mal wieder neues zu berichten aus dem Reich der Mitte. Leider hab ich erst heute wieder Zugang zum Internet und somit kommt das ganze etwas verzögert. An meinem zweiten Tag in Shanghai gabs leider hauptsächlich Regenwolken zu sehen, worauf ich Kleidungstechnisch nicht so gut vorbereitet war. Daher bin ich dann relativ früh mit dem Taxi zum Bahnhof gefahren und hatte mein erstes positives Erlebnis mit der chinesischen Sprache: Der Taxifahrer hat mich direkt beim ersten Versuch verstanden.
Warum das so toll für mich ist bedarf eines kleinen Exkurses zurück zu meinem ersten Chinaaufenthalt im Sommer 2005. Meine Freundin (welche damals schon ein halbes Jahr in China war und vorher 2 Jahre Chinesisch an der Uni gelernt hatte) hat nämlich damals das Wort für Bahnhof ca. 3 Minuten immer wieder wiederholen müssen, bis unser damaliger Taxifahrer es verstanden hatte und es meiner Meinung nach dann genauso wiederholt hat wie meine arme Freundin vorher schon gefühlte 500 mal. Meine Vermutung geht allerdings dahin, dass sich im Gegensatz zu damals die Interpretationsfähigkeit von Taxifahrern im Bezug auf schlecht gesprochene Bruchstücke von etwas was Mandarin Chinesisch darstellen soll einfach verbessert hat und dieses Erlebnis also nicht darauf hindeutet, dass ich Talent für die chinesische Sprache hätte.
Mit dem Zug ging es dann weiter nach Nanjing. Auch hier hat sich einiges getan: Es dauerte nicht wie damals mehr als 4 Stunden, sondern nur 2,5, und der Zug war auch von der Innenausstattung her deutlich ansprechender. Der Bahnhof in Nanjing hat sich mittlerweile auch von einer riesigen Baustelle zu einem durchaus modernen Bahnhof entwickelt.
Der Taxifahrer in Nanjing, welcher mich dann einfach zur Southeast University fahren sollte, hatte dann deutlich mehr Probleme mich zu verstehen, als der in Shanghai, aber da ich mir ja die Zeichen für die Uni vorher auf ein Blatt Papier habe aufschreiben lassen war das auch kein Problem. An der Uni angekommen musste ich dann feststellen, dass ich viel zu schnell auf meiner Reise war und 2,5 Stunden zu früh an meinem Treffpunkt mit Mr. Wei, welcher mich für die ersten Tage betreuen sollte. Die Zeit hab ich dann einfach mal genutzt um mich schon etwas in Nanjing umzusehen und das Gelände um die Uni herum zu erkunden.
Mit Wei zusammen ging es dann zunächst mal darum ein Handy für mich zu besorgen, damit ich ihn jederzeit erreichen konnte wenns irgendwelche Probleme gab. Das System hier scheint sehr einfach zu sein. Man geht zu einem China Mobile Laden und kriegt da für 110 Yuan (=11Euro) eine Simkarte mit 100 Yuan Guthaben drauf. Die restlichen 10 Yuan sind Pfand für die Karte. Die Tarife für ein normales Gespräch liegen dann bei 0,2 Yuan die Minute – ein Traum für alle Vieltelefonierer. Leider funktionierte die Simkarte nicht mit meinem Handy, aber im nächsten Laden gabs ja dann relativ günstig eins zu kaufen.
Mit alledem ausgestattet gings dann weiter zu Daniels alter Wohnung, die ich für den kommenden Monat erstmal beziehen werde. Die Zimmernummer 1705 zeigt schon an, dass es ein etwas größeres Gebäude ist, denn die 17 steht tatsächlich für das 17. Stockwerk. Hier gabs für mich dann erstmal nur zwei Wünsche: eine Dusche und ein Bett. Da ich immer noch unter leichtem Jetlag leide bin ich natürlich mitten in der Nacht erstmal richtig schön aufgewacht und konnte nicht mehr schlafen. Hoffe mal der ändert sich die nächsten Tage.




